42 Logo

Fahrzeuge

Restauration eines alten Unimog 404

Ende 2000 suchte ich nach einem alten Unimog, um diesen zum Wohnmobil umzubauen. Fündig wurde ich tatsächlich auf dem Bauernhof um die Ecke:
Ein alter U404, der bereits in Afrika unterwegs war - mittlerweile jedoch zum Rost- und Moder-Dekorations-Objekt mutiert war.

Ein alter 404 wurde gefunden Lohnt sich der Umbau?

Motor testen - Unimog kaufen - Motor kurz ausbauen und Dichtungen erneuern

Ich beschloß den Unimog zu restaurieren und zu einem etwas moderneren Wohnmobil umzubauen. Doch zuvor wollte ich wissen, ob der Motor (ein 300D aus einem Mercedes PKW) noch in Ordnung war. Der Anlasser war sehr müde aber nachdem er 24V bekommen hatte (12 V stand drauf) sprang der Motor an!

Also erstmal Hütte runter und weiter geht's: Mit einem improvisierten Motorkran (Stahlträger mit Spanngurten am Dach des Unimog befestigt) zog ich den Motor raus, um die Kurbelwellendichtung zu erneuern.
Der Vorbesitzer sprach immer von dem "4-Gelenk-Mechanikerarm", den man bei diesem Auto bräuchte...

Motorkran2 Motorkran1

Der Vorbesitzer sprach immer von dem "4-Gelenk-Mechanikerarm", den man bei diesem Auto bräuchte...

Der 4-Gelenke-Mechanikerarm ist nötig

Wohnkabine umbauen

Erstmal den ganzen modrigen Kram rausschmeißen - dann die Außenhaut runter und eine Inneneinrichtung mit Stahlwinkeln reinschweißen.

Nach einem erfolglosen Versuch, ein Hubdach einzubauen, wurde die Kabine auf Stehhöhe vergrößert und anschließend mit Aludibond neu von außen beplankt.

Innenraum ausleeren Stripping Hubdach oder nicht? Neue Außenbeplankung

Fahrerhaus / "Hütte" restaurieren

Nachdem die Hütte sowie unten war, wurde sie über Weihnachten in der heimischen Garage entlackt, entrostet, Rückwand aufgeflext (für die Wohnkabinenverbindung), neu verstrebt, noch etwas geschweißt und dann neu lackiert.
Am Ende kam eine komplett neue Elektrik rein und Ledersitze aus dem Saab9000 - damit's auch auf langen Strecken bequem bleibt. Die Hütte wurde zudem auf Gummidämpfern gelagert.

Fahrerhaus ohne Lack Fahrerhaus Unterboden
Fahrerhaus wieder vor Ort Fahrerhaus grundiert
Fahrerhaus lackiert Fahrerhaus mit Sitzen img>

Innenausbau

Alle Möbel wurden zunächst mit Stahlstreben vorgeschweißt - es mussten also nur noch die Holzteile drauf.
Als Isolation kam X-treme Isolator zum Einsatz - dann eine dünne Sperrholzvergleidung an den Wänden und Nut-Federbretter an die Decke - sehr wohnlich.
Damit der Komfort nicht auf der Strecke bleibt ist der Innenraum möglichst komplett ausgestattet worden - mit dem Nachteil, das es ein 2-Personen Wohnmobil wurde:

- Küche mit zweiflammigem Kocher und Waschbecken
- Bad mit Toilette (von außen entleerbar) und getrennter Dusche und Waschbecken
- Wohnbereich mit großem Tisch - umbaubar zu Doppelbett
- Luftheizung und Warm/Kaltwasser. 100Liter Frischwasser / 60l Abwasser
- Kompressorkühlschrank
- Viel Stauraum

Möbelstreben und X-treme Isolator Holzverkleidung
Küche Esstisch
Badezimmer

Sonstiges

Die Fenster waren Echtglasfenster aus einem alten Stadtbus - hier würde ich in Zukunft lieber isolierte Wohnmobilscheiben nehmen.
Als elastische Verbindung zwischen Wohnkabine und Fahrerhaus diente ein ca. 20cm breiter, umlaufender Streifen LKW-Plane.
Statt Eingangstür wurde eine Klappe mit integrierten Stufen eingebaut.
Das Reserverad kam hinten an die Rückwand - der Tank wurde auf 140l (-> 1000km ohne Tanken) "verkleinert" - der Vorbesitzer hatte zwei davon drin.

Nur noch wenige Tage bis zur "Vollabnahme beim TÜV" und dann sollte die erste Reise "Um die Ostsee" losgehen.

Nur noch wenige Tage bis zur ersten Reise Einstiegsklappe