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1998: Um's östliche Mittelmeer

1998 - Um's östliche Mittelmeer bis Israel

1998 sind wir mit einem alten Mercedes W123 240D bis nach Israel ans Rote Meer gefahren. Dieses Auto hat uns auch in den extremsten Situationen nicht im Stich gelassen. Schade, dass wir es wieder verkaufen mussten.

Weitere Reisen::

2001: Mit dem Unimog um die Ostsee

Die Tour 1998

Ungarn:

In Ungarn faszinierte uns vor allem die schöne, platte Landschaft, in der man sich 100 Jahre zurückversetzt fühlt. Budapest ist super restauriert und eigentlich eine eigenen Reise wert.

Schade, dass unser Weg entlang der TIR geht und so viele große LKW unterwegs sind.

In Szeged, musste ich auf einen Bürgersteig gurken, damit meine Frau ein Sissi Denkmal fotografieren konnte. Beim wieder runtergurken klapperte dann leider unser Endtopf hinter dem Auto her. Doch dank eines Swisstools und ein bisschen Draht war der schnell wieder dran und hielt auch bis in den Taurus. Wir haben ihn erst in Haifa in einen Container gesteckt.

Ungarn1 Das Parlament in Budapest
Ungarn2 Panorama entlang der Donau in Budapest
Ungarn3 Feldarbeit wie vor 100 Jahren
Ungarn4 Sonnenblumen, soweit das Auge reicht

Rumänien:

In Rumänien haben wir in Sibiu (Hermannstadt) die TIR verlassen und eine 100km lange, traumhafte Fahrt durch die Karpaten gemacht. Erst durch dichten Nebel und dann über einen Pass mit Wasserfall, vielen Draculaschlössern, einem Camargue usw...

Ab da wurde es sehr trist (Bukarest) und wir sind bis Bulgarien durchgefahren...

Rumaenien1 Das erste “Draculaschloss” in Rumänien...
Rumaenien2 In Herrmannstadt
Rumaenien3 Serpentinenstraße in den Karpaten. Rechts der dichte Nebel.
Rumaenien4 Die Karpatenlandschaft

Bulgarien:

Bulgarien ist ein armes Land.

Um so netter waren die Menschen, die wir in Burgas besucht haben. Freunde vn Bekannten haben uns sehr gastfreundlich aufgenommen und wir haben uns angeregt einen ganzen Abend miteinander unterhalten, obwohl keiner die Sprache des anderen auch nur im mindesten konnte.

Unser Benz ist nicht verschwunden, obwohl er für bulgarische Verhältnisse ein Neuwagen ist.

Bulgarien1 Eine zugewachsene Moschee
Bulgarien2 Ein aktuelle Moschee...
Bulgarien3
...und ihr freundlicher Iman
Bulgarien4 Am Schwarzen Meer in Burgas

Türkei:

An der türkischen Grenze mussten wir über eine Stunde auf den Doktor warten, der unsere Gesundheit feststellen musste, damit wir ins Land dürfen. Komischerweise war diese schnell und ohne Ansehen der Person mit Brief und Siegel bestätigt, nachdem man die dafür zu entrichtende Gebühr gezahlt hatte.

Man wollte uns mit unseren 5 Reservereifen nicht ins Land lassen (oder ein paar Dollars, damit es doch geht). Die Begründung lautete: ”Warum 5 Reifen?, Wer soll denn hier in der Türkei Reifen klauen?” Nachdem wir uns stur stellten, wurde es dem Grenzer nach 30min zu langweilig und er lies uns doch durch. Wir haben übrigens keinen Reifen geklaut bekommen und es ist auch keiner kaputt gegangen.

Eine Extratour machten wir zufällig durch den hohen Taurus. Und da ist es so schön, dass wir mit unserem Unimog nochmal hinfahren wollen.

Tuerkei1 Nacht am Bosporus
Tuerkei2 Der ehemalige Sultanspalast
Die Kalkfelsen von Pamukkale
Tuerkei4 Im hohen Taurus

Syrien:

In Syrien waren die Menschen am nettesten. Schon an der Grenze spielten die Beamten mit kindlicher Begeisterung an unserer selbstgebauten Alarmanlage herum. In Palmyra sind wir in einer kleinen Herberge abgestiegen uns saßen dort am Abend teetrinkend mit dem Wirt auf der Gehsteigkante, zusammen mit einem Doktor und dem zweiten Bürgermeister aus dem Ort

Der einzige Pool im Ort kostet genausoviel Eintritt, wie die Übernachtung in unserer Herberge, aber die Mittagshitze lässt sich anders kaum ertragen.

Auch die Kamelverleiher luden uns unentgeltlich und sehr freundlich auf einen Tee ein, nachdem sie uns kein Kamel andrehen konnten.

Die Durchfahrt durch Damaskus brachte mich dann jedoch verkehrtechnisch oft auf die Idee, man könne doch gleich Autoscooter fahren...

Syrien1 Die Ruinen der alten Stadt Palmyra
Syrien2 Im Hintergrund die Kreuzritterburg
Syrien3 Sonnenuntergang über Palmyra
Syrien4 Der einzige Pool in der ganzen Oase

Jordanien:

In Amman hatten wir ein wenig die Nase voll von Kultur. Um so erfreulicher war es, als wir feststellten, dass die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die im Fremdenführer standen, alle von unserem Restaurant im Zentrum der Stadt gesehen werden konnten.

In die Felsenstadt Petra sind wir zufällig kostenlos reingekommen und über 8 Stunden fasziniert in der Hitze umhergewandert. Nur gut, dass wir ein klimatisiertes Hotelzimmer hatten.

Die Nabatäer in Petra fandes es langweilig, normale Häuser zu bauen, und so haben sie kurzerhand alles aus dem massiven Fels rausgehauen, was nicht zu einem Haus gehört. Es gibt dort hunderte von Felsenwohnungen und -tempeln.

Jordanien1 Amman vom Restaurant im Zentrum aus...
Jordanien2
Der schmale Durchgang in die Felsenstadt Petra
Jordanien3
Der berühmteste Tempel in Petra - Indiana Jones lässt grüßen
Jordanien4
... und die stehen da, wie die Reihenhäuser...

Israel:

Nach Israel würde ich im Moment lieber nicht fahren - und auch damals hatten wir ein komisches Gefühl, als der Museumswärter in Jericho ein Maschinengewehr um den Hals hatte.

Israel war unserer Meinung nach von den Sehenswürdigkeiten und den Menschen ein Land, wo man wirklich nicht noch einmal hinfahren muss.

An der Grenze wurden wir komplett gefilzt und der komplette Autoinhalt durch die Röntgengeräte geschoben. Ja - auch unsere 5 Reservereifen und der abgefaulte Auspufftopf.

In Jerusalem meinte unser Auto plötzlich, laute metallische Geräusche aus der Hinterachse produzieren zu müssen. Unser treuer Shell-Atlas, den wir beim Aufbocken des Wagens als Wegrollschutz unterlegten, liegt leider heute noch in Jerusalem. Wir schafften es trotzdem noch bis Haifa, wo wir pünktich nach drei Wochen zu der bereits reservierten Fähre kamen.

Israel1 Ein Tor zur Altstadt Jerusalems
Israel2 Dreisprachige Straßenschilder
Israel3 Via Dolorosa: Latschen, Kreuze, Tücher und Ikonen...
Israel4 Der berühmte Felsendom

Griechenland:

Eine kurze Zwischenstation war in Rhodos, wo wir eine super Segelyacht wiedersahen, die uns bereits in der Türkei bei Ephesos aufgefallen war. Wir selber mussten zurück aus unsere Fähre von der “Salamis Line”

Von Piräus nach Patras (250km) in 8 Stunden... das sollte zu schaffen sein. Wenn da nicht die klappernde Hinterachse wäre und plötzlich die Straße wegen diverser Waldbrände gesperrt ist. Mit dem Gedanken, unser Auto in den Golf von Korinth zu befördern und heimzufliegen, versuchen wir über einen Umweg entlang des Nordufers des Golfs doch noch nach Patras zu kommen. Eine Stunde vor Fährabfahrt sind wir dann wirklich noch angekommen.

Die klappernde Hinterachse wurde dann in Italien von uns durch Einfüllen von Öl mit einem Strohhalm in ein Achsgelenk wieder repariert...

Griechenland1 Unser Benz am Fährhafen in Haifa -> ab nach Griechenland
Griechenland2 Rhodos... aber leider nicht unsere Yacht
Griechenland3 Der Wald brennt, das Auto klemmt. Schaffen wir's noch?
Griechenland4 Abfahrt nach Italien - dem Waldbrand entkommen